Dippoldiswalde
HERZLICH WILLKOMMEN IN DIPPOLDISWALDE
Zum nahen Umfeld gehören Parks, bewaldete Hänge mit Wanderwegen nebst Ausblicken oder Fernsicht und das Naherholungsgebiet Talsperre Malter, deren Mauer 2002 zwar nicht die Flut durch Dresdens Hauptbahnhof, aber eine größere Katastrophe verhinderte.
Bereits 1218 Kirchort und seit 1401 Amtssitz, wurde die Stadt 1874 Verwaltungssitz einer der königlich-sächsischen Amtshauptmannschaften. Einst vom Silberbergbau geprägt, später von Lohgerber-, Töpfer-, Strohflechter- und anderen Gewerben, war es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. die Stadt der international gefragten Deutschen Müllerschule. Heute sind auch Hafernährmittel-, Hydraulik- und Papierfabrik Ruinen des vergangenen Jahrhunderts. Der vielgepriesene Dresdner Christstollen kam aus Dippoldiswalde (und Siebenlehn) erst in die Residenzstadt. Zur Zeit ist vermutlich die beste sächsische Bäcker-Eierschecke im historischen Zentrum zu kaufen, und Dippoldiswalde wurde „1a-Einkaufsstadt”.
Wo vor mehr als 90 Jahren zeitweise die „Kalliope” Schallplatten produzierte, später noch die Opernsängerin Liesel von Schuch in der Villa ihres beamteten Bruders oder mit heimischen Chören ihren Sopran ertönen ließ, setzt man heute zunehmend auf Künste als ideale Ergänzung zum Tourismus.
Museum, Meisterinterpreten-Konzerte im Kulturzentrum, wo Kammerorchester, Chor, diverse Mal- und andere Zirkel heimisch wurden, Kirchenkonzerte, Osterzgebirgsgalerie und literarische Angebote im Rathaus locken wie Wassersport (Talsperre) und gepflegte Hotels ins „Tor zum Osterzgebirge”. In dem alten Beamtenstädtchen sind heute noch Teile des Landratsamtes des ehemaligen Weißeritzkreises zu Hause.
Für Sommerfrischler, Wintersportler, Natur- und Kunstbegeisterte hat „Dipps” eine ideale Mittelpunktlage zwischen den Domstädten Freiberg und Meißen sowie der Sächsischen Schweiz und Teplitz. Ein Abzweig der E 55 (B 170), der Straße nach Prag, unweit von Dippoldiswalde, führt durch Silbermanns Heimat Frauenstein ins nahe deutsche Weihnachtsland.
Wolfgang Mende (2008)
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